Gewinnübergabe Mobilitätsbefragung

Umfassendes Radverkehrskonzept für den Alltag und den Tourismus für die Region Murau Murtal in Planung. Befragungsergebnisse in der Region zeigen: mehr Infrastruktur für Radfahrerinnen und Radfahrer motiviert das Rad zu nutzen.

Verlagerungspotenzial vom Auto auf Rad: zwischen 20 und 45 Prozent.

Übergabe des E-Bikes mit Gewinner Thomas D.

Diese Aussage stimmt, wenn man die Bevölkerung der Region Murau Murtal fragt, was sie zum Radfahren motiviert. Es gibt die klare Botschaft: Radrouten sollen ein Netz bilden. Dieses Netz soll lückenlos sein, sicher und attraktiv. Radfahren im Alltag soll auch für jene interessant werden, die derzeit noch nicht im Sattel sitzen, sondern überwiegend im Auto.

 

Gemeinden mit hohem Potenzial zur Verlagerung vom Auto auf das Fahrrad weisen eine große Dichte an Bevölkerung einerseits und Arbeitsplätzen, Schulen oder Einkaufsgelegenheiten andererseits auf. Diese Gemeinden haben sich den Wünschen aus der Befragung angenommen. In Abstimmung mit dem Land Steiermark und der Baubezirksleitung Obersteiermark West, der ROW Regionalmanagement Obersteiermark West GmbH als Projektträgerin, kommunalen & regionalen Stakeholdern und Hand in Hand mit Verkehrsplanern wird ein umfassendes Radverkehrskonzept erstellt.

Die Befragung zeigt, dass je nach räumlicher Lage, das Verlagerungspotenzial vom Auto auf das Fahrrad zwischen 20 und 45 Prozent beträgt. Durchgängige Radverkehrsnetze, richtungsweisende und gut sichtbare Bodenmarkierungen und Beschilderungen sowie überdachte Abstellanlagen sollen dazu anregen, unsere kurzen Alltagswege sicher mit dem Rad zu erledigen. Die Umsetzung soll in den nächsten Jahren sukzessive vorangetrieben werden.

Die Mur, als identitätsstiftende, ökologische und touristische Lebensader, verbindet die Region Murau Murtal und wird begleitet vom Radweg R2. Dieser ist etabliertes und beliebtes Freizeitziel für Einheimische und Gäste. Im „Masterplan Touristischer Radverkehr“ werden, neben dem Radverkehr im Alltag, zusätzlich die Weichen für die künftige Entwicklung im Freizeitradverkehr gestellt – selbstverständlich ist dabei die Weiterentwicklung des R2 immanent.

 

Ein Fischer würde uns widersprechen: das Netz ist nicht der Köder. Die BewohnerInnen der Region belehren uns: Für fast zwei Drittel der Befragten ist das Netz der Köder. Mit dem Netz angeln wir die AutofahrerInnen und motivieren sie öfter das (E-)Bike im Alltag zu nutzen. So entlasten wir unsere Straßen und den Parkraum, beruhigen und entlärmen unsere sensiblen Siedlungsräume und radeln uns gesund – jeden Tag.

Übergabe des Mountainbikes mit Gewinnerin Elfriede F.
Übergabe des 500,- Gutscheines mit Gewinnerin Miriam S.

Unter allen TeilnehmerInnen der regionalen Mobilitätsbefragung wurden zudem drei attraktive Preise (E-Bike, Mountainbike, Gutschein für Radverkehrszubehör) verlost. Sport Maier aus St. Lambrecht und das Regionalmanagement Obersteiermark West gratulieren herzlich den GewinnerInnen.