Die Gemeinden sind in Sachen Klima, Mobilität und Energie aktuell gefordert

Am 16.09.2021 wurde eine spannende Veranstaltung der Klima- und Energiemodellregion und Klimawandel-Anpassungsregion mit reger Diskussion am Holzinnovationszentrum gehalten.


Murau Murtal war immer schon Vorreiter in Sachen Klima, Mobilität und Energie – am 16.09.2021 fand mit einer starken Informationsveranstaltung im Murtal ein weiterer wichtiger Meilenstein für ein besseres Morgen statt. Auf der Agenda standen Wissenswertes und Aktuelles zum Projekt Klima- und Energiemodellregion Murtal sowie partizipative Erarbeitung eines Anpassungskonzeptes im Hinblick auf das Aufgreifen der Folgen des Klimawandels. Denn nur unter reger Beteiligung dieser regionalen Stakeholder kann die Zielsetzung – mittelfristig eine klimaneutrale Region zu werden – gelingen. So viel steht schon fest: Nicht nur das Klima wird profitieren, auch die lokale Wirtschaft und die Bevölkerung durch gesicherte Beschäftigung und noch höhere Lebensqualität.

Wissenswertes und Aktuelles zur Klima- und Energiemodellregion (KEM) Murtal:

Vor dem Hintergrund, österreichische Regionen dabei zu unterstützen, ihre lokalen Ressourcen an erneuerbaren Energien optimal zu nutzen, das Potenzial zur Energieeinsparung auszuschöpfen und nachhaltig zu wirtschaften wurden Klima- und Energiemodellregionen (KEM-Regionen) initiiert, die vom Klima- und Energiefonds gefördert werden. Mit der Holzwelt Murau und dem Murtal wird die Region Murau Murtal flächendeckend im Bereich Energie und Klimaschutz bespielt. In diesem Kontext merkte Christine Bärnthaler, Geschäftsführerin des Regionalmanagements Murau Murtal, in ihren einleitenden Begrüßungsworten an, dass insbesondere in der Region Murau Murtal bereits viel zur Energiewende und der Anpassung an den Klimawandel geschieht und weiterhin passieren soll.

Im Rahmen der Infoveranstaltung zur KEM Murtal erläuterten die Projektverantwortlichen Corinna Mitterhuber, Projektleiterin des Projektträgers Regionalmanagement Murau Murtal, und Josef Bärnthaler, KEM-Manager und Geschäftsführer der Energieagentur Obersteiermark, die Zielsetzungen, den Umsetzungsstand und die Zwischenergebnisse zu einzelnen Schwerpunktmaßnahmen für den zweijährigen Umsetzungszeitraum. Umzusetzende Schwerpunkte in Richtung Klimaneutralität sind die Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden und Prozessen, wie auch in der Mobilität, sowie die In-Wert-Setzung der reichlich verfügbaren und noch ungenutzten Potentiale an erneuerbaren Energien wie Biomasse, Solarenergie, Wind und Wasserkraft sowie auch industrieller Abwärme. Gerade im Kontext zur Umsetzung dieser Maßnahmen stehen attraktive Förderungen, insbesondere auch für Gemeinden, zur Verfügung, zu denen die Energieagentur Obersteiermark ausführlich berichtete und auch dementsprechende beratende Unterstützungsleistungen anbietet.

Des Weiteren wurde vonseiten des KEM-Managements über geplante Vorhaben zum Ausbau von Energiegemeinschaften in der Region hingewiesen und auch die zu erwartenden Auswirkungen durch das „Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG)“ mit den VeranstaltungsteilnehmerInnen diskutiert. Durch das EAG wird auch das Fördersystem für erneuerbare Energien neu gestaltet. Manfred Wehr, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerker Judenburg, ging in seinem Statement speziell auf das Thema Netzanbindung und Einspeisung von Erneuerbaren Energien ein.

 Maximilian Pumpernig, Geschäftsführer des Raumplanungsbüros Pumpernig & Partner, leitete mit seinem Vortrag zur Energieraumplanung – speziell zum Thema PV-Freiflächen, anhand des Beispiels der Gemeinde Weißkirchen eine rege Diskussion unter den TeilnehmerInnen ein. Die Gemeinden sind in ihrer Rolle als Baubehörde und in der Raumordnung durch viele Projekte aktuell sehr gefordert. Vom Land Steiermark ist im Herbst noch ein Sachprogramm „Erneuerbare Energien“ zu erwarten, welches eine Hilfestellung bei Projektentwicklungen und Flächenwidmung bieten wird.  Das Land Steiermark strebt mit der Klima- und Energiestrategie „KESS 2030“ auch den Ausbau von erneuerbaren Energien und die Verminderung der CO2-Emissionen an.

Partizipative Erarbeitung eines KLAR-Anpassungskonzeptes für die Klimawandel-Anpassungsregion Murtal

Vor dem Hintergrund, die Herausforderungen des Klimawandels zu bestreiten, aber auch um sich ergebende Chancen zu nutzen, wurden Klimawandelanpassungsregionen (KLAR-Regionen) initiiert, die ebenso vom Klima- und Energiefonds gefördert werden. Mit der Holzwelt Murau und dem Murtal wird seit 2021 die Region Murau Murtal auch flächendeckend im Bereich Klimawandelanpassung bespielt. Im heurigen Jahr befasst man sich in der KLAR!-Region Murtal intensiv mit der Erarbeitung eines KLAR-Anpassungskonzeptes im Zuge eines partizipativen und von Bewusstseinsbildungsmaßnahmen begleitenden Prozesses. In Workshops und Abstimmungen sowie im Zuge von zu erstellenden Naturgefahrenchecks – gemeinsam mit betroffenen Akteursgruppen, Politik, öffentlicher Verwaltung und weiteren Stakeholdern – sollen die Folgen des Klimawandels speziell in der Region Murtal behandelt bzw. thematisiert sowie Schwerpunkte für die darauffolgende approbierte Umsetzungsphase ab dem Jahr 2022 definiert werden. Die Baubezirksleitung Obersteiermark West unter Federführung von Andreas Braun bietet in diesem Kontext auch Beratungsleistungen und Unterstützung im Hinblick auf Oberflächenentwässerung und Hochwasserschutzmaßnahmen an.

Abgerundet wurde diese Informationsveranstaltung zur KEM- und KLAR-Region Murtal durch einen informellen Austausch bei einem kleinen Imbiss mit regionalen Schmankerln.

(c) Regionalmanagement Murau Murtal GmbH

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