Grüner Tisch: Naturschutz und Innovation gemeinsam gestalten
Renaturierte Flächen als wertvolle Lebensräume
Ein Programmpunkt führte nach Krakaudorf, wo neu angelegte Tümpel vorgestellt wurden. Diese bieten Zugvögeln und Amphibien wichtige Lebensräume und dienen als sogenannte Trittsteinbiotope. Das bedeutet, dass sie einzelnen Tierarten auf ihren Wanderungen als sichere Rast- und Lebensräume dienen und so zur Vernetzung wertvoller Naturräume beitragen.
Die Umsetzung erfolgte im Rahmen der Initiative „NaturVerbunden Steiermark“ des Landes Steiermark und zeigt, wie gezielte Maßnahmen die Artenvielfalt nachhaltig stärken können. Ein besonderer Erfolgsfaktor war die enge Zusammenarbeit mit den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern. Anton Hlebaina von der steirischen Berg- und Naturwacht betonte, dass die gute Kooperation maßgeblich dazu beigetragen hat, die Tümpel auf Privatflächen erfolgreich umzusetzen
Aktuelle Entwicklungen im Naturschutz
Im Anschluss informierten die Expertinnen und Experten über den aktuellen Stand der Wiederherstellungsverordnung. Ziel dieser europäischen Regelung ist es, geschädigte Lebensräume schrittweise wiederherzustellen und die biologische Vielfalt langfristig zu sichern.
Der Austausch bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich über zukünftige Entwicklungen und Herausforderungen zu informieren.
Aus Heu werden nachhaltige Verpackungen
Ein weiterer Schwerpunkt war das Projekt „Fasern aus Heu“. Dabei wird untersucht, wie Grünlandschnitt mit geringem Futterwert sinnvoll weiterverarbeitet werden kann.
Ziel ist es, aus den Pflanzenfasern nachhaltige Materialien für die Verpackungsindustrie herzustellen. Dadurch entsteht ein zusätzlicher wirtschaftlicher Nutzen für landwirtschaftliche Flächen, während gleichzeitig neue Möglichkeiten für eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft geschaffen werden.
Dieses Projekt zeigt beispielhaft, wie Innovation und Nachhaltigkeit miteinander verbunden werden können und welche neuen Chancen sich daraus für die Region ergeben.
Mehrwert für die Region
Der Grüne Tisch fördert den Austausch zwischen Gemeinden, Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern, Fachorganisationen und weiteren Projektpartnerinnen und Projektpartnern. Gemeinsam entstehen neue Ideen, die Natur schützen und gleichzeitig wirtschaftliche Perspektiven eröffnen.
Projekte wie die Renaturierung von Lebensräumen oder die Entwicklung nachhaltiger Materialien leisten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Region Murau Murtal und erhöhen ihre Attraktivität als lebenswerter Natur- und Wirtschaftsraum.
Gemeinsam Zukunft gestalten
Das Regionalmanagement Murau Murtal setzt auch künftig auf Zusammenarbeit, Innovation und nachhaltige Regionalentwicklung. Der Grüne Tisch zeigt, wie durch den offenen Austausch und gemeinsame Projekte Lösungen entstehen, die Natur, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen zugutekommen.
Gemeinsam schaffen wir die Grundlage für eine starke, nachhaltige und zukunftsorientierte Region Murau Murtal.


