Wie junge Menschen die Corona-Krise erleben

Durch die vielen Maßnahmen, Schließungen und Kontaktbeschränkungen in Zeiten des Coronavirus hat sich vor allem auch der Alltag junger Menschen verändert. Doch bislang hat kaum jemand die Jugendlichen befragt. Wir haben das nachgeholt!

Interview mit Steffi Gruber

Wie erlebst du die Corona-Krise?
Das erste Wort, das mir bei dieser Frage einfällt, ist: intensiv.

Viele Jugendliche verspüren große Mühe in der Isolation – wie geht es dir damit?
Es ist wirklich eine große Anstrengung und vor allem Verantwortung für uns, alle Arbeitsaufträge ordentlich zu machen und auch rechtzeitig abzugeben, das heißt also, zumeist per E-Mail abzuschicken.

Die Schule/Uni wirst du ja erst ab 18. Mai wieder besuchen, wie sieht dein Tagesablauf nun aus?
Naja, wir starten erst an 3. Juni. Es wird definitiv anders. Die Aufteilung der Gruppen gerät sicher zur Herausforderung und es ist auch noch nicht genau definiert, ob manche Schüler jetzt in einem Einzelzimmer in unserem Internat verweilen werden.

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Was hast du in der Zeit der Ausgangsbeschränkungen am meisten vermisst?
Mit Sicherheit meine Freunde aus der Schule: ihre Gesellschaft, mit ihnen in der Klasse zu sitzen und dabei Spaß zu haben.

Was hast du in dieser Ausnahmesituation gelernt?
Dass man als Schüler sehr viel Selbstdisziplin und Verantwortung haben muss, um alle Aufträge gewissenhaft und pünktlich fertigzustellen.

„Social Distancing“, „Teleworking“ und „Home Learning“ haben deinen Alltag verändert – hast du Sorgen um deine Zukunft?
Nein. Wir haben zwar nicht so viel neuen Stoff gelernt, doch hatten wir bis jetzt trotzdem genug Sachen zu erlernen. Das einzige, worüber ich mir Gedanken mache, ist, ob diese provisorische Lösung wirklich von Dauer sein kann

Vielen Dank für das Interview!