(c) KEM Murtal/Barbara Krobath
Mit der KEM Murtal setzt sich die Modellregion zum Ziel, mittelfristig eine klima-neutrale Region zu werden. Schwerpunkte in Richtung Klimaneutralität sind die Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden und Prozessen, wie auch in der Mobilität, sowie die In-Wert-Setzung der reichlich verfügbaren und noch ungenutzten Potentiale an erneuerbaren Energien wie Biomasse, Solarenergie, Wind und Wasserkraft, und auch industrieller Abwärme.

Österreichs Regionen und Gemeinden sind durch die Auswirkungen des Klimawandels massiv betroffen und werden zukünftig noch stärker betroffen sein. Temperaturextreme, Starkregen oder Trockenheit sorgen vermehrt für Schlagzeilen und bringen neue Herausforderungen mit sich. Zusätzlich zu den extremen Wetterereignissen sind lokal schleichende Veränderungen zu beobachten, wie etwa ein vorzeitiger Vegetationsbeginn, die Einwanderung neuer Arten – hervorgerufen durch den Anstieg der Durchschnittstemperaturen. Um diese Herausforderungen des Klimawandels zu bestreiten, aber auch um sich ergebende Chancen zu nutzen, ist heute schon vorausschauendes Handeln nötig. Vor diesem Hintergrund wurden Klimawandelanpassungsregionen initiiert.

In der Region Murau Murtal gibt es zwei KLARs, mit diesen die Region Murau Murtal flächendeckend im Bereich Klimawandelanpassung bespielt wird:

  • Holzwelt Murau (seit 2021)
  • Murtal (seit 2021)

 

Zielorientierter Zeitplan der beiden KLAR-Regionen in Murau Murtal:

  • 2021: Erstellung eines Anpassungskonzeptes und begleitenden Öffentlichkeitsarbeit
  • Ab 2022: Umsetzung von Maßnahmen

KLAR! Murtal:

Die Region mit ihrer einst klassischen Schwerindustrie hat den Strukturwandel hin zu einer Region mit vielen innovativen High-Tech-Unternehmen und einem breiten Portfolio an Werkstoffen geschaffen. Die Flächen rund um den Siedlungsraum im Becken des Aichfeldes werden intensiv landwirtschaftlich für Ackerbau genutzt. Das Umfeld bilden ländlich geprägte Seitentäler, die auch ein enormes Rohstoff- und Energiepotential aufweisen. Die Region spürt die Auswirkungen des Klimawandels bereits deutlich. Schadereignisse durch längere Trockenperioden im Sommer und das Ausbreiten von Schädlingen führen zu Ernteausfällen in der Landwirtschaft und geringeren Energieerträgen in der Wasserkraft. Starkniederschlagsereignisse führen zu Überschwemmungen und Vermurungen, Schneedruck im Forst und Windwürfe durch lokale Starkwinde treten auch zunehmend auf. Das führt zu fehlenden Einkommen in der Land- und Forstwirtschaft sowie zu volkswirtschaftlichen Schäden. Im KLAR-Programm verfolgt die Region das Ziel, sich auf Veränderungen vorzubereiten und eine Resilienz aufzubauen.

Weitere Informationen zur KLAR!Murtal

KLAR! Region Holzwelt Murau:

Informationen zur KLAR!Region Holzwelt Murau

 

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